vom 29.01.2020

GRUNDSCHULD – Löschen lassen oder nicht?

Ist das Finanzierungsdarlehn nach jahrelanger Rückzahlung endlich abbezahlt, stellt sich die Frage, ob man die im Grundbuch eingetragene Grundschuld der Gläubigerbank löschen lassen soll oder nicht.

Sofern man nichts veranlasst, bleibt die Grundschuld im Grundbuch weiterhin eingetragen, obwohl das Darlehn abbezahlt ist. Unabhängig davon, ob Sie die Grundschuld löschen lassen möchten oder nicht, sollten Sie sich nach vollständiger Tilgung des Darlehns von Ihrer finanzierenden Bank eine Löschungsbewilligung ausstellen lassen. Mit dieser können Sie dann von einem Notar die Löschung der Grundschuld beim Grundbuchamt beantragen. Selbstverständlich sind die hierbei anfallenden Kosten durch den Antragsteller zu tragen.

Sollte Sie nicht vorhaben Ihre Immobilie zu verkaufen, kann es sinnvoll sein, die Grundschuld eingetragen zu lassen. Die eingetragene Grundschuld kann zu einem späteren Zeitpunkt, z. B. wenn Modernisierungen anfallen und diese mit einem Darlehn finanziert werden sollen, als Sicherheit für Ihre Bank dienen. In diesem Fall sparen Sie sich nicht nur die Kosten für die Löschung, sondern auch die Kosten für eine Neueintragung.

Egal wie Sie sich entscheiden, die Löschungsbewilligung sollten Sie sich auf jeden Fall aushändigen lassen und gut aufbewahren. Spätestens bei einem Verkauf der Immobilie wird diese zur Austragung der Grundschuld zwingend benötigt.

Sollte es zu der eingetragenen Grundschuld einen Grundschuldbrief geben, so wird dieser ebenfalls zur Löschungsbewilligung benötigt.


vom 22.01.2020

AUSTAUSCHPFLICHT BEI HEIZUNGEN – Wann Sie welchen Heizungstyp austauschen müssen!

Ein Heizungstausch bietet große Einsparpotenziale und ist daher für einige Heizkessel nach 30 Jahren sogar vorgeschrieben. Welche Heizkessel davon betroffen sind, regelt in Deutschland die aktuell gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014.

Obwohl sie noch gut laufen, müssen nach 30 Jahren bestimmte Heizkessel ausgetauscht werden. Betroffen sind hier Anlagen, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, also Öl- und Gasheizungen, betrieben werden. Holzheizungen und Wärmepumpen sind von dieser Verordnung nicht betroffen.

Auch Öl- oder Gasheizungen müssen nur dann nach 30 Jahren ausgetauscht werden, wenn diese nicht mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik ausgestattet sind oder über eine Nennleistung von weniger als vier oder mehr als 400 KW verfügen. Dementsprechend sind von der Verordnung nur Konstanttemperatur-Heizkessel betroffen.

Entscheidend ist hier auch nicht das Alter des Brenners, sondern das Alter des Wärmeüberträgers.

Erwerben oder erben Sie eine Immobilie, sind Sie verpflichtet – binnen zwei Jahren nach Eigentumsübertrag – den Heizkessel zu erneuern, wenn die oben aufgeführten punkte zutreffen. Bewohnen Sie jedoch ein eigenes Ein- oder Zweifamilienhaus seit dem 1. Februar 2002, sind Sie von der Regelung ausgenommen.


vom 15.01.2020

VERSICHERUNGSDSCHUNGEL – Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Heutzutage werden einem zahlreiche Versicherungen rund um die Immobilie angeboten. Aber nicht jede Versicherung ist zwingend notwendig oder sinnvoll. Welche Versicherungen man jedoch besser abschließen sollte, erläutern wir Ihnen hier:

Zu den wichtigsten Versicherungen gehört die (Wohn-)Gebäudeversicherung, die verursachte Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser reguliert. Hier ist insbesondere wichtig, dass eine Regulierung zum gleitenden Neuwert der Immobilie vereinbart wurde, damit im Schadensfall eine ausreichende Versicherungssumme entstandene Schäden abdeckt. Ebenso wichtig ist der Zusatz, dass auch Elementarschäden, wie beispielsweise Erdbeben, Hochwasser oder Ähnliches mit abgedeckt werden. Gerade bei Finanzierungen, verlangen kreditgebende Institutionen einen Nachweis über eine ausreichende Versicherungsabdeckung. Nach einem Kauf wird die bestehende Versicherung erst einmal vom Vorbesitzer übernommen und kann mit einer Sonderkündigungsfrist von 4 Wochen, nach Mitteilung über den Eintrag als Eigentümer im Grundbuch, gekündigt werden.

Eine weitere wichtige Versicherung stellt die Gebäudehaftpflichtversicherung dar. Diese tritt beispielsweise bei Personen- oder Sachschäden ein, die durch herabstürzende Dachpfannen entstehen. Bei einigen Versicherern ist diese allerdings schon in der Privathaftpflichtversicherung enthalten. Hier lohnt es sich, einmal einen genauen Blick in seine Policen zu werfen.

Für Eigentümern, die eine Ölheizung besitzen, ist es ratsam, eine Gewässerschadenversicherung abzuschließen. Denn gelangt Heizöl ins Grundwasser, kann dies für den Eigentümer sehr schnell, sehr teuer werden.

Eine Hausratversicherung sollte ebenso vorhanden sein. Oft wird der Wert des „Inventars“ unterschätz. Hier können sehr schnell hohe Kosten für Neuanschaffungen im Schadensfall entstehen. Auch lassen sich hier mit Zusatzvereinbarungen z. B. wertvolle Fahrräder mitversichern.

Eine Glasbruchversicherung kann dann sinnvoll sein, wenn die Immobilie über größere Glasflächen oder Fassaden verfügt.